Satzung


Im Rahmen der Satzung wird im Folgenden eine geschlechtsneutrale Bezeichnung der Personen und Tätigkeiten verwendet.

§ 1 Name und Sitz

Die Kameradschaft führt den Namen „Veteranen- und Soldatenkameradschaft Lindenberg, Verein für Friedensarbeit“ - nachstehend Kameradschaft genannt - und hat ihren Sitz in 86807 Buchloe, OT Lindenberg. Die Kameradschaft wurde 1903 unter der Bezeichnung „Veteranen- und Kriegerverein Linden“ gegründet. Die Kameradschaft ist eine freie Vereinigung von Veteranen, ehemaligen sowie aktiven Soldaten und Förderern im Sinne dieser Satzung.  Der Verein wird in das Vereinsregister Kempten eingetragen und trägt nach Eintragung den Zusatz e.V.“.

§ 2 Ziele, Zweck und Aufgaben

1. Die Ziele, der Zweck und die Aufgaben der Kameradschaft sind vaterländischer, kameradschaftlicher und sozialer Art. Die Kameradschaft pflegt die Tugenden der deutschen Soldaten und den Kameradschaftsgeist. Sie pflegt und schützt das Andenken der in Erfüllung ihrer staatsbürgerlichen Pflicht gefallenen Soldaten und unterstützt und fördert als Mitglied die Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Die Kameradschaft bekennt sich zum demokratischen Rechtsstaat und der Völkerverständigung.
Insbesondere soll bezweckt werden:
  • den Sinn für bürgerliche Tugenden zu pflegen und das nationale Bewusstsein zu fördern, ohne dieses demonstrativ in den Vordergrund jeglichen Handelns zu stellen
  • zur Friedensarbeit, Völkerverständigung und Gedenkstättenpflege anzuhalten
  • die Erhaltung und Pflege der Kriegerdenkmäler und der Gedenktafeln mit Namen der Gefallenen; dies gilt sowohl für das lokale Kriegerdenkmal in Lindenberg, als auch für die Kriegsgräberstätten, die im Rahmen von der durch die Kameradschaft organisierten Fahrten zur Erinnerung und Mahnung gepflegt werden
  • alljährlich einen Gedenktag in Lindenberg für die gefallenen, vermissten und verstorbenen Kameraden zu veranstalten; hierbei steht das Wachhalten der Erinnerung an die Geschehnisse der beiden Weltkriege im Mittelpunkt, ebenso an alle Einsätze der Bundeswehr
  • zu einem würdigen Begräbnis der verstorbenen Mitglieder beizutragen; hierbei wird bei Mitgliedern das Kameradenlied gespielt, zusätzlich werden bei Veteranen, aktiven und ehemaligen Soldaten drei Salutschüsse abgegeben
  • in Not befindlichen Kameraden, deren Angehörigen und Hinterbliebenen, insbesondere Veteranen, Soldaten und ehemaligen Soldaten nach Möglichkeit zu helfen
  • durch zusätzliche Veranstaltungen zur Kameradschaftspflege beizutragen, im Rahmen von Öffentlichkeitsarbeit Mitgliederwerbung zu betreiben und die Jugendarbeit zu fördern

2. Ein Rechtsanspruch auf Beihilfe oder Unterstützung nach Ziff. 1b) bis 1g) wird nicht gewährt.

§ 3 Gemeinnützigkeit

Die Kameradschaft verfolgt unmittelbar und ausschließlich gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Sie erstrebt keinen Gewinn und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Keine Person darf durch Verwaltungsaufgaben, die den Zwecken der Kameradschaft fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Die Mitarbeit in der Kameradschaft ist ehrenamtlich. Durch die Vorstandschaft genehmigte Aufwandsentschädigungen und Barauslagen werden maximal in Höhe der steuerlichen Richtlinien ersetzt.

§ 4 Mitgliedschaft

1. Mitglied der Kameradschaft kann jeder sein,
  • der als Soldat gedient hat oder dient,
  • der als Förderer die Ziele und Aufgaben der Kameradschaft unterstützt,
  • der sich besondere Verdienste erworben hat und von der Mitgliederversammlung zum Ehrenmitglied ernannt wurde.

2. Mitgliedschaft beantragen kann, wer im Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte ist bzw. als Soldat nicht unehrenhaft entlassen worden ist.

3. Der Beitritt ist schriftlich zu erklären. Über die Aufnahme beschließt die Vorstandschaft.

§ 5 Mitgliederbeitrag und Umlagen

Die Mitglieder haben jährlich einen finanziellen Beitrag zu leisten. Die Höhe des Beitrages wird in der Mitgliederversammlung festgelegt. Eine Aufnahmegebühr wird nicht erhoben.
Die Vorstandschaft kann durch Beschluss, in Not befindlichen Mitgliedern, den Beitrag erlassen. Die Ehrenmitglieder sind von der Beitragszahlung befreit.
In besonderen Fällen kann die Mitgliederversammlung auf Vorschlag der Vorstandschaft eine Sonderumlage erheben.

§ 6 Beendigung der Mitgliedschaft

1. Die Mitgliedschaft endet durch
  • freiwilligen Austritt
  • Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte
  • den Tod
  • den Ausschluss

2. Der freiwillige Austritt ist nur zum Ende des Kalenderjahres wirksam. Mitgliedsbeiträge werden nicht erstattet.

3. Bei unkameradschaftlichem, dem Ansehen der Kameradschaft schädigenden Verhalten oder Verweigern der Beitragsleistung, kann das betreffende Mitglied ausgeschlossen werden. Über den Ausschluss entscheidet die Vorstandschaft.

§ 7 Organe

Organe der Kameradschaft sind
  • die Vorstandschaft
  • die Mitgliederversammlung

§ 8 Vorstandschaft

1. Die Vorstandschaft besteht aus
  • dem 1. Vorsitzenden,
  • dem 2. Vorsitzenden,
  • dem Schriftführer,
  • dem Kassierer,
  • dem Jugendbetreuer und
  • den Beisitzern.

Die Anzahl der Beisitzer ist nicht festgelegt. Die Vorstandschaft muss aus mindestens 5 Personen bestehen. Personalunion ist zugelassen. Zusätzlich zur Vorstandschaft werden zwei Kassenprüfer gewählt.

2. Die Vorstandschaft ist alle 3 Jahre von der Mitgliederversammlung neu zu wählen. Vorschläge dazu können schriftlich bei der Vorstandschaft oder mündlich bei der Mitgliederversammlung vorgebracht werden. Der 1. Vorsitzende, der 2. Vorsitzende, der Schriftführer und der Kassier sind in getrennten Wahlvorgängen geheim zu wählen. Sind bei den einzelnen Wahlvorgängen keine Gegenvorschläge vorhanden, kann auf einstimmigen Beschluss der Mitgliederversammlung jedoch die Wahl jeweils durch Akklamation erfolgen. Die Beisitzer und Kassenprüfer können geheim oder per Akklamation gewählt werden.

3. Scheidet ein Mitglied der Vorstandschaft aus, so hat bei der nächsten Mitgliederversammlung eine Ersatzwahl für die Zeit bis zur turnusmäßigen Wahl zu erfolgen. Die Vorstandschaft benennt ein Interimsmitglied bis zur nächsten Mitgliederversammlung.

4. Die Vorstandschaft ist mit einfacher Mehrheit beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der gewählten Vorstandsmitglieder anwesend ist. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des 1. Vorsitzenden oder seines Vertreters im Amt.

§ 9 Mitgliederversammlung

1. Die Mitgliederversammlung
  • wählt die Vorstandschaft und die Kassenprüfer,
  • beschließt über die Entlastung der Vorstandschaft,
  • beschließt über Angelegenheiten, die die Vorstandschaft vorbringt,
  • beschließt über Änderungen der Satzung und  
  • beschließt die Auflösung der Kameradschaft.

2. Bei den Abstimmungen entscheidet die einfache Mehrheit der von den anwesenden Mitgliedern abgegebenen Stimmen (Ausnahme § 12). Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt.

3. Die Mitgliederversammlung ist mindestens einmal im Kalenderjahr einzuberufen. Die Einladung dazu erfolgt mindestens 14 Tage vorher in der Buchloer Zeitung oder schriftlich an alle Vereinsmitglieder durch die Vorstandschaft. Der Versammlung ist in Berichten des 1. Vorsitzenden, des Schriftführers und des Kassierers über das abgelaufene Vereinsjahr zu berichten. Außerordentlich kann die Mitgliederversammlung einberufen werden, wenn der 1. Vorsitzende oder die Vorstandschaft dies begehren oder mindestens 25 Mitglieder dies schriftlich beantragen.

4. Das Protokoll der Mitgliederversammlung erfolgt jeweils durch eine vom Schriftführer zu fertigende Niederschrift, die von ihm und vom Versammlungsleiter zu unterzeichnen ist.

§ 10 Aufgabenbereiche der Vorstandschaft

1. Der 1. Vorsitzende vertritt den Verein nach innen und  außen, gerichtlich und außergerichtlich. Ist der 1.Vorsitzende verhindert, hat diese Befugnisse der 2. Vorsitzende. Der 2. Vorsitzende ist über eine Verhinderung des 1. Vorsitzenden durch diesen in Kenntnis zu setzen.

2. Die Aufgabenbereiche der weiteren Mitglieder der Vorstandschaft regelt die Geschäftsordnung.

§ 11 Kassenprüfung

Am Ende eines Geschäftsjahres prüfen die Kassenprüfer die ordnungsgemäße Kassenführung  und berichten  der Mitgliederversammlung. Der Bericht ist Grundlage für den Antrag auf Entlastung der Vorstandschaft durch die Mitgliederversammlung.  

§ 12 Auflösung

1. Die Auflösung der Kameradschaft kann nur in einer eigens zu diesem Zweck mit einer vierwöchigen Frist einberufenen Mitgliederversammlung beschlossen werden. In dieser Versammlung müssen 4/5 der wahlberechtigten Mitglieder anwesend sein. Zur Beschlussfassung ist eine 3/4-Stimmenmehrheit notwendig. Kommt eine Beschlussfähigkeit nicht zustande, so ist innerhalb von 14 Tagen eine weitere Mitgliederversammlung einzuberufen, die ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig ist.

2. Hat die Mitgliederversammlung die Auflösung beschlossen, ist das Inventar, insbesondere die Vereinsfahne, der Stadt Buchloe zur Aufbewahrung zu übergeben. Die Stadt ist gehalten, dieses einer eventuell später sich bildenden Kameradschaft von Soldaten oder einer ähnlichen Vereinigung in Lindenberg wieder auszuhändigen. Das Geldvermögen zum Auflösungszeitpunkt ist an die Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. weiterzuleiten.

§ 13 Schlussbestimmung

Die vorstehende Neufassung der Satzung, beschlossen in der Mitgliederversammlung am XXXX, tritt an die Stelle der bisherigen Satzung vom 16. November 2008.